Wien mit dem Auto

Die Einfahrt in die Stadt mit dem Auto kann teuer werden: Viele sind den Großstadtverkehr nicht gewöhnt, obwohl der gegen Mexico City oder Athen sowieso harmlos ist. Das Problem ist aber bei einem Tagesausflug die stadtweite Kurzparkzone, wo man sein Auto nur maximal zwei Stunden (bei Einkaufsstraßen nur eineinhalb Stunden lang) abstellen kann – und dann die Anrainerparkplätze. Ha!

Kurzparkzone

Kurzparkzone ist einfach überall in Wien ab März 2022 von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 22:00 (werktags).

Anrainerparkplätze

Wenn Du die Chance nutzen willst, gleich zwei Strafmandate zu erhalten, dann stellst Du Dich am besten in eine Kurzparkzone ohne gültiges Parkticket. Wenn das zusätzlich ein Anrainerplatz ist, zahlst Du doppelt: derzeit je € 36,-, wenn ich mich recht erinnere.
Anrainerparkplätze dürfen nur diejenigen nutzen, die dort ihren Hauptwohnsitz haben: da hilft auch eine Hotelübernachtung nicht.

Handyparken, die App zum Überleben in Wien

Wenn Du nach Wien gehst, äh mit dem Auto fährst, vergiß die Handy-App nicht:
https://www.wien.gv.at/verkehr/parken/kurzparkzonen/gebuehren/parkschein/handyparken.html
Es soll auch Parkscheine geben, die man ausfüllen kann: Aber, wenn Du am Feiertag, Donnerstag, 26.5.2022, nach Wien kommst, ist sowieso alles zu, am Samstag und Sonntag schaut es auch nicht so gut aus mit dem Parkscheine kaufen: Also am besten mit dem Smartphone bezahlen. Sollte Dir Guthaben übrig bleiben, kannst Du mit der Handy App auch in Baden, Braunau, Eisenstadt, Gleisdorf, Gmunden, Graz, Hall in Tirol, Innsbruck, Klagenfurt, Klosterneuburg, Korneuburg, Krems, Linz, Mödling, Neusiedl am See, Oberwart, Perchtoldsdorf, Pörtschach, Ried, Salzburg, Schwechat, Schärding, Spittal, St. Pölten, Steyr, Stockerau, Tulln, Velden, Villach, Weiz, Wels, Wiener Neustadt und Zell am See für die Kurzparkzone bezahlen. Und eben auch in Wien.

Übrigens: Mit der Handy-App kannst Du auch für jedes andere Fahrzeug ebenfalls bezahlen, da man jederzeit weitere Kennzeichen hinzufügen kann. Vorsicht: Nicht vergessen auf die richtige Stadt und Dein Kennzeichen wieder zurückzustellen.

Radfahrer, Einbahnen und Radfahrwege

Jahrzehntelang hat Wien die Radfahrrevolution verschlafen, wie ich noch jung war, war der längste Radweg beidseits der Wiener Triesterstraße, der großen Südeinfahrt nach Wien, zu finden: Diese Radwege waren total kaputt, mit Katzenkopfpflaster geschmückt, was beim bergabfahren zu interessanten Verletzungen geführt hat: Aber diese gefährlichen Holperpisten waren als Radwege ausgeschildert. 50 Jahre später verbessert sich die Situation für Radfahrer zusehends, die Pandemie verstärkte nochmals den ANteil des Radverkehrs in der Stadt. Viele Radfahrer sind aber vom selben Ziel, wie die Autofahrer/innen besselt: „I waß net, wo i hinfahr, dafür bin i schneller durt!” Übersetzung: „Ich kenne mein Ziel zwar noch nicht, trachte aber, so rasch wie möglich dort anzukommen.

Da das ja eine sehr musikalische Wien-Einführung ist, an dieser Stelle wieder ein kurzes Musikstück eines sehr Wienerischen Liedes:  „Da Wüde mit seina Maschin‘” – Übersetzung: „Der wilde E-Biker auf seinem Radl!”

Merke: Biker auf fußbetrieben oder E-Rädern legen die Straßenverkehrsordnung sehr alternativ aus: Bleibe in Einbahnstraßen immer rechts, es wird Dir ein Radfahrer entgegenkommen. Schau dreimal beim Rechtsabbiegen, ob nicht dorch gerade ein Fahrradfahrer mit 60 Sachen von hinten kommt und genau weiß, dass er Vorrang hat. Und wenn Dir was passiert, dann schau, daß Dein Papa das richten kann: Wie in dem anderen Wienerlied Der Papa wird‘s schon richten, dass sich auf einen Verkehrsunfall eines Ministersohnes bezog, der dann applaniert wurde: Nur leider ist mir ein Passant, bevor er gstorben ist, einegrannt.
Gottseidank war aber eh nichts passiert, der Porsche war schon repariert.

Fähigkeiten

Gepostet am

16. Januar 2022